André Pusch kennt als Schichtleiter jede Schraube im Wittichenauer Möbelwerk

André Pusch kennt als Schichtleiter jede Schraube im Wittichenauer Möbelwerk

Die Dimensionen des MAJA-Möbelwerkes sind gigantisch. In den vergangenen Jahren ist das Firmengelände auf 100.000 Quadratmeter gewachsen. Wer bei MAJA-Möbel möglichst zügig von A nach B kommen will, der steigt auf zwei Räder um. Für André Pusch ist sein blau-schwarzer Roller inzwischen zum festen Begleiter geworden. Als Schichtleiter ist er dauernd auf Achse. „Die Produktion muss ständig im Fluss sein. Ich achte darauf, dass immer genügend Material vorhanden ist, damit die Mitarbeiter stets etwas zu tun haben.“ Rund einen Kilometer misst die Strecke zwischen der Aufteilsäge, auf der die Spanplatten in kleinere Formate zerlegt werden, bis zur Verpackungsanlage, wo die fertigen Möbelteile in die Kartons kommen. „Bei solchen Strecken glühen einem nach einer Zwölf-Stunden-Schicht die Füße“, weiß André Pusch und ist dankbar dafür, dass er auf vielen Strecken seinen Roller nutzen kann.

 

Per Roller durch die Produktion

Der Arbeitstag des Schichtleiters beginnt früh. Kurz vor sechs Uhr gibt es die erste Lagebesprechung mit den Kollegen, dann geht es zum täglichen Treffen mit den anderen Schicht- und Abteilungsleitern. „Wir besprechen, wie die Nachtschicht lief, was für den Tag ansteht oder ob es Änderungen gibt“, sagt der Schichtleiter. André Pusch kennt sich im Werk bestens aus. Im Jahr 2001 hat er seine Ausbildung zum Holzmechaniker hier begonnen und wurde 2004 übernommen. Danach war er zunächst zwei Jahre im Kleinmaschinenraum und später sieben Jahre an einer der Powerlines beschäftigt. Seit rund zwei Jahren ist die neue Leichtbau-Anlage sein Revier. Mit einem ausgeklügelten Verfahren werden hier Holzplatten mit Pappwaben gefüllt. Die Regalteile, die so entstehen, sind absolut stabil und dennoch leicht. Das spart Rohstoffe bei der Herstellung und Energie beim Transport. Und die Kunden, die die KALLAX-Regale später bei IKEA für ihre Büro-Einrichtung kaufen, freuen sich, wenn sie nicht so schwere Möbelpakete tragen müssen.

Lautaer war bei Werkserweiterung dabei

“Ich war bei der Gestaltung des neuen Werkes mit dabei und habe beim Aufbau der Anlagen jede zweite Schraube mit festgezogen“, erzählt der Lautaer.  André Pusch mag seinen Job: „Ich habe Abwechslung pur, weil ich mit jeder Anlage zu tun habe. Die Großformate und die Massenfertigung faszinieren mich.“